“Leiche ohne Kopf”

Anmerkung: Nach einem Gutachten, das der Verd√§chtigen die Schuldunf√§higkeit f√ľr den Fall ihrer T√§terschaft bescheinigte, erschien nach Beendigung der Verteidigung durch Dr. Lichtl folgender Artikel:

Geköpfte Mädchenleiche:

Mutter nun doch schuldfähig

SARMINGSTEIN. Überraschende Wende im Fall Miny: Nachdem der mordverdächtigen Romana Miny (42) zunächst Unzurechnungsfähigkeit attestiert worden war, musste sie nun von der Psychiatrie in die U-Haft wechseln.

VON MARTIN ROHRHOFER

Romana Miny, die im Verdacht steht, ihre Tochter Sandra (21) gek√∂pft, zerst√ľckelt, verbrannt und in der Donau versenkt zu haben, sa√ü nach ihrer Festnahme bereits einige Wochen hinter Gittern. Nachdem der beauftragte Gerichtsgutachter, der Salzburger Uni-Assistenz-Professor f√ľr forensische Neuro-Psychiatrie Ernst Griebnitz, bei der Verd√§chtigen in einem 30-Seiten-Gutachten eine “psychogene Psychose” diagnostiziert hatte, wurde Romana Miny zu Ostern vom Linzer Gefangenenhaus in die Landesnervenklinik √ľberstellt. Fazit: Miny sei gef√§hrlich, aber nicht zurechnungsf√§hig.

Seit wenigen Wochen ist aber wieder die Justizanstalt ihr Zuhause. Heidi Kastner, Primaria f√ľr forensische Psychiatrie an der Landesnervenklinik: “Ein Wechsel in die U-Haft ist aufgrund der Rechtslage nur m√∂glich, wenn einem Patienten Schuldf√§higkeit attestiert wird.”

“Gutachter Griebnitz hat in einem Erg√§nzungsgutachten Miny nun doch Zurechnungsf√§higkeit attestiert”, best√§tigt Staatsanwalt Dietmar Gutmayer. Zur Absicherung wurde der Vorarlberger Gerichtspsychiater Reinhard Haller ebenfalls mit einem zweiten Gutachten beauftragt.

Die Mordermittler, die aufgrund der vielen Indizien und Spuren ein planm√§√üiges Vorgehen der Frau f√ľr sehr wahrscheinlich halten, verwundert das erweiterte Gutachten nicht. Einen Detailplan mehr als eine Woche durchzuziehen und entsprechend komplexe Handlungen zu setzen, passen offenbar doch nicht in das Bild einer psychotischen Frau.

Keine Psychose bemerkt

So hatte Romana Miny nach dem Verschwinden von Sandra bei der Polizei vorgesprochen und verlangt, eine allfällige Abgängigkeitsanzeige zu negieren, weil ihre Tochter auf Weltreise sei.

Zudem habe man in dem √Ąrzte-Haushalt, in dem Miny besch√§ftigt war, ebenfalls nichts von einer m√∂glichen Psychose bei der 42-J√§hrigen bemerkt.

Sollte das Haller-Gutachten Ende September fertig sein, könnte Miny noch heuer der Prozess gemacht werden.

31.8.2006 (O√ĖN)

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Gek√∂pfte Leiche: Anwalt √ľbt Kritik an Gutachtern und Ermittlungen

SARMINGSTEIN. Bereits Monate vor dem Prozess im Mordfall Miny l√§sst Kurt Lichtl, der Linzer Anwalt der tatverd√§chtigen Mutter, an Gutachtern und Ermittlungen kein gutes Haar: “Ich habe das ungute Gef√ľhl, man hat den Fall bereits abgehakt.”

VON MARTIN ROHRHOFER

W√§hrend sich die mordverd√§chtige Romana Miny (42) ihrem Schicksal f√ľgt und die drohende Zukunft hinter Gitter zu erdulden scheint, k√§mpft ihr Verteidiger noch an allen Fronten: Kritik √ľbt er zum einen am psychiatrischen Gutachter, zum anderen an den widerspr√ľchlichen Ermittlungsergebnissen.

Die 42-J√§hrige, die erst vor wenigen Tagen von einer psychiatrischen Untersuchung durch einen Gerichtssachverst√§ndigen im Salzburger Gef√§ngnis nach Linz zur√ľckgekehrt ist, sei blo√ü einem 08/15-Test unterzogen worden, kritisiert Lichtl. “Nach einem kurzen Explorationsgespr√§ch einen standardisierten Rohrschach-Test zu machen und dann auf Grund dessen R√ľckschl√ľsse auf psychische Ursachen treffen zu wollen, ist nicht ganz nachvollziehbar”, sagt Lichtl, “ich rechne daher auch damit, dass der Gutachter keinerlei Hinweise auf eine Geisteskrankheit oder Unzurechnungsf√§higkeit gefunden haben wird.”

Keine Fingerabdr√ľcke im Akt

Dass im ganzen Akt bisher nichts √ľber Fingerabdr√ľcke auf den gefundenen Benzinkanistern und dem Spaten zu finden ist, befremdet Lichtl ebenfalls. Mit Spannung erwartet Lichtl auch das Ergebnis der gerichtsmedizinischen Untersuchung, das noch immer nicht vorliegt: “So sind beispielsweise in Sandras Magen Fleischreste gefunden worden. Die Tochter war aber Vegetarierin und hatte am fraglichen Abend bei den Verwandten Gem√ľseleibchen mit Sauce gegessen. Offenbar liegt da etwas au√üerhalb der Norm vor, was dringenden Aufkl√§rungsbedarf hat”, sagt Lichtl. Auch hinter der Tatzeit stehe f√ľr den Verteidiger noch ein gro√ües Fragezeichen. “Da passt einiges einfach nicht zusammen”, sagt Lichtl, “offenbar gibt man sich aber mit den Indizien zufrieden – in der Hoffnung, dass die Geschworenen meine Mandantin ohnehin verurteilen.”

Romana Miny steht, wie berichtet, im Verdacht, ihre Tochter zerst√ľckelt, verbrannt und den Torso bei Sarmingstein in die Donau geworfen zu haben.

O√ĖN 4.4.2006

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Leiche ohne Kopf: Anwalt glaubt an Mord-Helfer

SARMINGSTEIN. Nicht nur die Prambachkirchner Hellseherin Anna Ecker (55) will im Mordfall Miny einen Mann als Haupttäter sehen, auch der Anwalt der mordverdächtigen Mutter geht auf Grund verschiedener Ungereimtheiten im Umfeld des Opfers von einem Mord-Helfer aus.

W√§hrend f√ľr die Kriminalisten der Indizien-Fall so gut wie abgeschlossen ist – f√ľr sie spricht bisher √ľberhaupt nichts f√ľr einen Mitt√§ter – gibt es f√ľr den Anwalt von Romana Miny (42) noch einigen Aufkl√§rungsbedarf: “So haben beispielsweise die Leichensp√ľrhunde nicht nur beim Wagen meiner Mandantin angeschlagen, sie haben auch bei einem anderen Auto aus dem Umfeld des Opfers angeschlagen. Wie ist das zu erkl√§ren?”, fragt der Linzer Verteidiger Kurt Lichtl. Auch gebe es f√ľr ihn andere Verd√§chtige, die wegen eines Alibis gar nicht mehr n√§her befragt wurden. Lichtl wolle jedenfalls mit der Prambachkirchner “Seherin”, die einen Mann f√ľr den Hauptt√§ter h√§lt, Kontakt aufnehmen, verriet Lichtl.

Erneute Kopf-Suche in Donau?

F√ľr Chef-Mordermittler Manfred Burger ist eine √úbertragung von Spuren durch die Kleidung der Frau auf das andere Fahrzeug, zu dem Romana Miny ebenfalls Zugang hatte, durchaus m√∂glich. “Wir haben nat√ľrlich die Besitzer des Fahrzeugs √ľberpr√ľft – und die scheiden aus.” Die Kriminalisten haben keinen Zweifel daran, dass Sandra Miny (21) von ihrer Mutter ganz allein gek√∂pft, zerst√ľckelt, angez√ľndet und der Torso bei Sarmingstein in der Donau entsorgt wurde. Der Kopf des M√§dchens, den die Ermittler in der Donau vermuten, ist bisher nicht aufgetaucht. “Die Donau ist in dem Bereich zehn Meter tief, der Untergrund stark verschlammt. Wir √ľberlegen noch immer, ob ein nochmaliger Tauchgang Sinn macht”, sagt Burger.

Mord-Prozess im Herbst

Romana Miny ist nach einer Woche Beobachtung und Untersuchung in Salzburg durch einen beeideten psychiatrischen Gerichts-Sachverst√§ndigen wieder ins Linzer Gef√§ngnis zur√ľckgekehrt. “Sie lernt inzwischen, mit den unab√§nderlichen Gegebenheiten umzugehen”, sagt Lichtl. Der Prozess wird ihr voraussichtlich im Herbst gemacht.

O√Ėnachrichten vom 25.03.2006

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Mordfall Miny: Neue Suche nach dem Kopf
SARMINGSTEIN. Sobald der Schnee geschmolzen ist, werden Kriminalisten in Krumau am Kamp die Suche nach dem Kopf und der Hand der ermordeten Sandra Miny (21) wieder aufnehmen.

VON SABINE NOVAK

“Sollten die Leichenteile allerdings am Auffindungsort der Toten bei Sarmingstein in die Donau geworfen worden sein, sind die Chancen gering, sie zu finden”, sagt Chefermittler Manfred Burger. Sandras wegen Mordverdachts verhaftete Mutter Romana (42) sagt laut ihrem Linzer Anwalt Kurt Lichtl weiterhin nur: Sie habe ihre Tochter zum Bahnhof Krems gebracht. Sandra sei auf Weltreise.

Haftpr√ľfung steht bevor

Dieser Tage steht laut dem Sprecher der Linzer Staatsanwaltschaft Rainer Schopper die dritte Haftpr√ľfung an. Mit einer Verl√§ngerung der Untersuchungshaft um zwei Monate ist zu rechnen. Denn die Kriminalisten haben viele Indizien zusammengetragen, die Romana Miny schwer belasten: die Benzinkanister, der Sprit, die Zurrgurte und die Plane, die Miny am Tag nach der Tat gekauft hatte, der Verbrennungsort beim Wochenendhaus ihres Arbeitgebers in Krumau am Kamp, das er√∂ffnete Postfach, ihr Werkzeug am Donauufer in Sarmingstein, Blutspuren des Opfers in ihrem Pkw.

“Die DNA-Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen”, sagt Chefermittler Burger.

Die 42-J√§hrige war vor drei Wochen aus der geschlossenen Abteilung des Wagner-Jauregg-Spitals ins Linzer Gefangenenhaus √ľberstellt worden. Eine Akutbetreuung sei nicht mehr notwendig, sagten die √Ąrzte. Die Frau scheine an einer kombinierten Pers√∂nlichkeitsst√∂rung zu leiden.

Eine Angklage gegen die Verdächtige wird laut Schopper nicht vor Herbst vorliegen.

=Eine Anklage wird nicht vor Herbst vorliegen

O√ĖN 10.3.2006

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Mordverdächtige im Gefängnis
LINZ. Obwohl nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich die mordverd√§chtige Romana Miny etwas antun k√∂nnte, wurde sie gestern Mittag von der sicheren, geschlossenen Abteilung des Wagner-Jauregg-Krankenhauses ins Linzer Gefangenenhaus √ľberstellt. √Ąrzte in der Landesnervenklinik bezeichnen ihren Zustand als stabil. “Scheinbar hat sie die jetzige Situation zur Kentniss genommen. Aus unserer Sicht ist keine Akutbetreuung mehr n√∂tig”, so die Auskunft. Der Anwalt der Nieder√∂sterreicherin, die verd√§chtigt wird, ihre Tochter Sandra ermordet und den Kopf und die H√§nde vom K√∂rper der Toten abgetrennt zu haben, bezeichnet die √úberstellung hingegen als riskant.

“Ich habe am Freitag mit ihr gesprochen und auf mich hat sie keinen stabilen Eindruck gemacht. Sie wird mit der Situation einfach nicht fertig”, sagt der Linzer Strafverteidiger Kurt Lichtl.

O√ĖN 21.2.2006

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Mordr√§tsel um Sandra: Auch ein ‚ÄěUnfall‚Äú ist nicht auszuschlie√üen

GEHEIMNIS / Ohne Geständnis kommen die Kriminalisten nicht weiter: Romana Miny (42) leugnet weiter beharrlich, ihre Tochter ermordet zu haben. Nicht einmal der Verteidiger weiß, was wirklich passiert ist.

HADERSDORF, LINZ / ‚ÄěWer sagt, dass es Mord war?‚Äú Der Verteidiger von Romana Miny (42), der Linzer Rechtsanwalt Dr. Kurt Lichtl, hat ganz andere Versionen f√ľr den schrecklichen Tod von Sandra Miny (21) parat: ‚ÄěEs kann genauso gut ein Unfall oder K√∂rperverletzung mit t√∂dlichem Ausgang oder Totschlag gewesen sein.‚Äú Tats√§chlich ist noch immer r√§tselhaft, wie das M√§dchen ums Leben gekommen ist. Kriminalisten warten auf weitere Gutachten der Gerichtsmediziner.

‚ÄěMan wei√ü bisher ja nur, dass das Opfer nach dem Ableben verst√ľmmelt worden ist. Und dass meine Mandantin laut Indizien daran beteiligt gewesen sein soll‚Äú, gibt Dr. Lichtl zu bedenken. Was ist also wirklich passiert? ‚ÄěIch wei√ü es nicht‚Äú, so Lichtl. Und die Mordverd√§chtige bleibt dabei: Sie habe Sandra am 9. J√§nner am Bahnhof Krems abgesetzt und nie wieder gesehen.

Auch die Schwester des Opfers, Nadine (20), glaubt nicht, dass ihre Mutter eine brutale M√∂rderin ist: ‚ÄěIch wei√ü, dass es sich nur um einen Irrtum handeln kann.‚Äú Ohne Gest√§ndnis von Romana Miny k√∂nnen die Kriminalisten praktisch nichts ausschlie√üen ‚Äď au√üer dass sie die Tote beseitigt hat. In drei Wochen ist die n√§chste Haftpr√ľfungsverhandlung angesetzt. Bis dahin sollen neue Fakten auf dem Tisch liegen.

Kann es sein, dass die Frau enthaftet wird, falls sie weiter schweigt und in n√§chster Zeit keine zus√§tzlichen Beweismittel vorgelegt werden? ‚ÄěNein‚Äú ‚Äď das glaubt nicht einmal der Verteidiger. ‚ÄěDaf√ľr sind die Geschehnisse einfach zu schwerwiegend gewesen.‚Äú

N√ĖN 20.2.2006

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Rätsel um Hand von Sandra vor Lösung

Leichensp√ľrhunde entdeckten den angebrannten K√∂rperteil

Von Manuela Kaltenreiner

LINZ ‚Äď Jetzt ist es endg√ľltig Gewissheit: In Krumau am Kamp wurde tats√§chlich eine Hand gefunden, die ‚Äď wie exklusiv im VOLKSBLATT berichtet ‚Äď vom Mordopfer Sandra M. stammen k√∂nnte. Ein Ermittler best√§tigte gestern: ‚ÄěLeichen- und Blutsp√ľrhunde haben bei der Brandstelle Fragmente einer Hand gefunden‚Äú. Der K√∂rperteil soll Brandspuren aufweisen und liege derzeit bei der Gerichtsmedizin zur DNA-Analyse. Da aber weder die zweite Hand noch der Kopf von der 21-J√§hrigen gefunden wurden, halten es die Ermittler f√ľr sehr wahrscheinlich, dass die √ľbrigen K√∂rperteile in der Donau bei St. Nikola versenkt wurden. Kurt Lichtl, Anwalt der verd√§chtigen Mutter, rechnet nicht mit weiteren Erkenntnissen: ‚ÄěDie Hand best√§tigt lediglich den Ort, an dem die Leiche zerteilt wurde‚Äú. Allein die 42-J√§hrige k√∂nnte Licht in den Fall bringen, doch sie schweigt weiter.

Volksblatt Donnerstag, 9. Februar 2006

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Tattoo-Leiche: Rätsel um eine angeblich gefundene Hand

Polizei fand Knochenteile beim Verbrennungsort, die laut DNA-Analyse eindeutig von der Toten stammen

Von Renate Enöckl

LINZ – Die verst√ľmmelte Leiche aus der Donau gibt noch immer R√§tsel auf. Zuletzt fanden die Ermittler den Brandort. Jetzt wurde allerdings bekannt, dass man dabei auch auf wichtiges Beweismaterial gesto√üen war. ‚ÄěAuf Knochenteile‚Äú, verr√§t Sicherheitsdirektor Alois Li√ül. In der ‚ÄěGer√ľchtek√ľche‚Äú ist allerdings die Rede von einer ganzen Hand, wie es auch dem Anwalt der verd√§chtigen Mutter, Kurt Lichtl, bereits zu Ohren gekommen ist. Die Knochen, so Li√ül, konnten zu 100 Prozent der 21-J√§hrigen zugeordnet werden. Damit sei auch erwiesen, dass Sandra M. an jenem Ort, n√§mlich in dem Wald in Krumau am Kamp zuerst zerst√ľckelt und dann verbrannt worden ist.

Bei der gestrigen Schlusseinvernahme durch die Kripo schwieg die Verd√§chtige neuerlich. ‚ÄěWir haben kein Gest√§ndnis bekommen, sie sagt nichts √ľber den Transport aus‚Äú, so Li√ül. Somit bleibt der Tatort weiter unbekannt. Die Suche danach und nach den fehlenden K√∂rperteilen wurden mittlerweile eingestellt und soll erst wieder aufgenommen werden, wenn sich konkrete Anhaltspunkte finden.

Anwalt Lichtl konnte gestern erstmals ein Vieraugengespr√§ch mit der 42-j√§hrigen Mutter f√ľhren. Sie mache einen Mitleid erregenden Eindruck, schildert er. Noch diese Woche soll sich kl√§ren, ob die Frau weiter in Haft bleibt. Der zwingende Beweis, dass es Mord war, fehle jedenfalls, so Lichtl, der allerdings nicht an eine Haftentlassung glaubt. Solange man den Kopf der Toten nicht findet, k√∂nne man aber die genaue Todesursache nicht feststellen.

Volksblatt Mittwoch, 8. Februar 2006

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Verst√ľmmelte Frauenleiche: Anwalt sieht keinen zwingenden Mord-Beweis

“Todesursache noch unklar” – Pflichtverteidiger: Mutter spricht nur positiv √ľber ihre Tochter
“Der zwingende Beweis, dass es Mord war, fehlt”, sagte Kurt Lichtl, der Pflichtverteidiger jener Nieder√∂sterreicherin, die verd√§chtigt wird, ihre Tochter ermordet und verst√ľmmelt zu haben, zur APA. Der Linzer Rechtsanwalt sah nach einem vier Augen-Gespr√§ch mit seiner Mandantin am Dienstag noch zahlreiche L√ľcken in der Indizienkette.

Alle bisher erbrachten Indizien beziehen sich auf Handlungen, die nach dem Tod der jungen Frau gesetzt worden seien, wie etwa das Verst√ľmmeln und Verbrennen der Leiche, sagte Lichtl. Solange man den Kopf der Toten nicht findet, k√∂nne man die genaue Todesursache nicht feststellen. So sei es auch m√∂glich, dass sich die Tochter seiner Mandantin bei einem Sturz t√∂dliche Verletzungen zugezogen habe, so der Verteidiger.

Haftpr√ľfungsverhandlung

Die Verd√§chtige bestreitet, ihre Tochter get√∂tet zu haben. Bei Detailfragen sind ihre Antworten aber oft ausweichend. “Ich glaube nicht, dass die Kripo mit ihren Aussagen zufrieden ist”, sagte der Anwalt. Wieweit seine Mandantin die Situation realisiert hat, ist selbst f√ľr ihn schwer zu sagen: “Manchmal hat man den Eindruck, sie hat verstanden, dass ihre Tochter tot ist, manchmal scheint sie zu glauben, dass sie noch lebt”, sagte Lichtl. Sie spreche aber √ľber die junge Frau “nur positiv”.

Die Befragungen der Verd√§chtigen durch die Kriminalpolizei d√ľrften abgeschlossen sein, die durch den Untersuchungsrichter nicht. Diese Woche stehe eine Haftpr√ľfungsverhandlung an. Dass die Untersuchungshaft aufgehoben werden k√∂nnte, h√§lt der Pflichtverteidiger aber f√ľr “sehr unwahrscheinlich”, weil bei derart gravierenden Vorw√ľrfen die “umgekehrte Beweislast” gelte. Das hei√üt, die Verd√§chtige m√ľsste selbst Fakten zu ihrer Entlastung anf√ľhren.

Kopf und Hände mit Säge abgetrennt

Die Frau steht unter dem Verdacht, ihre Tochter ermordet zu haben. Anschließend soll sie versucht haben, die Leiche zu verbrennen und Рals das nicht gelang РKopf und Hände mit einer Säge abgetrennt haben. Den Torso soll die Verdächtige in Oberösterreich bei Sarmingstein (Bezirk Perg) in die Donau geworfen haben. Dort wurde die Leiche am 16. Jänner von Straßenarbeitern im Wasser treibend entdeckt. Zahlreiche Indizien belasten die Mutter der Toten. Über sie war am 27. Jänner die Untersuchungshaft verhängt worden, sie befindet sich aber nach einem Nervenzusammenbruch in der Landesnervenklinik Linz. (APA)

Der Standard 8.2.2006

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Schon vor Tod der Tochter √ľber Postfach erkundigt

SARMINGSTEIN/HADERSDORF. Hat die tatverd√§chtige Mutter den gewaltsamen Tod ihrer Tochter Sandra Miny (21) wom√∂glich kaltbl√ľtig geplant? Die Mordermittler haben nun zumindest einen Hinweis, der diesen Verdacht n√§hrt: So habe sich Romana Miny (42) schon zwei oder drei Tage vor Sandras vermutlichem Todestag bei der Post √ľber die Er√∂ffnung eines gemeinsamen Postfachs f√ľr sich und ihre Tochter erkundigt.

Laut ihrem Anwalt Kurt Lichtl gebe es daf√ľr aber eine plausible Erkl√§rung: Werbeflut und Zustellprobleme h√§tten die Mutter dazu veranlasst, ein Postfach einzurichten. Ausgerechnet am Tag nach Sandras vermutlichem Tod ging Miny aber dann zur Post, um das Postfach zu er√∂ffnen. Und sie habe gew√ľnscht, dass ihre eigene Post ihr weiterhin an ihre Wohnadresse in Hadersdorf zugestellt werde …

Bei der j√ľngsten Einvernahme gestern gab die 42-J√§hrige auch zu, dass es am Abend des 8. J√§nner zwischen Sandra und ihr einen massiven Streit gegeben habe – wegen Sandras Besuchs beim Vater. Um der aggressiven Tochter aus dem Weg zu gehen, sei sie mit dem Hund spazieren gegangen. Alles andere k√∂nne sie sich nicht erkl√§ren – m√∂glicherweise die Folge einer psychogenen Amnesie. Lichtl hat angek√ľndigt, aufkl√§rungsf√∂rdernde Beweisantr√§ge in nicht geringem Umfang zu stellen. (ro)

O√Ėnachrichten vom 08.02.2006

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Horrormord

So lange der Kopf der Tochter und die Aussage der Mutter fehlen, bleibt die Gr√§ueltat von Sarmingstein strafrechtlich ungekl√§rt: Sandra Miny (21) k√∂nnte einer Rauferei zum Opfer gefallen sein – und keinem vors√§tzlichen Mord, hofft der Linzer Anwalt Kurt Lichtl, dass seine Mandantin bald wieder frei sein wird.Romana Miny (42) verschweigt oder verdr√§ngt, was am 8. J√§nner passiert ist, als ihre Tochter vom Vater nach Hause gekommen war: ‚ÄěEin Streit, ein Unfall, ein Totschlag? Gesto√üen, gest√ľrzt, geschlagen oder getreten? Sicher ist nur, dass meiner Mandantin bisher weder ein Verschulden noch ein Vorsatz nachzuweisen ist‚Äú, bl√§ttert der Verteidiger im Strafgesetzbuch: Von zw√∂lf Monaten bis zehn Jahre reichen die H√∂chststrafen f√ľr fahrl√§ssige K√∂rperverletzung oder absichtliche schwere K√∂rperverletzung mit t√∂dlichem Ausgang. Dazu k√§men noch l√§cherliche sechs Monate f√ľr die ‚ÄěSt√∂rung der Totenruhe‚Äú – f√ľr diese unfassbar grausame Enthauptung, Verst√ľmmelung, das Verbrennen und Versenken der Leiche.

Anwalt glaubt seiner Mandantin
Der Anwalt glaubt seiner Mandantin, dass sie dazu nichts sagen k√∂nne, weil sie sich daran nicht erinnern k√∂nne: ‚ÄěSie kann mir nicht helfen, obwohl¬īs f√ľr die Verteidigung und f√ľr die Wahrheitsfindung wichtig w√§re‚Äú, meint Lichtl, dass belastende Indizien zu entkr√§ften sind und viele Fragen offen bleiben werden.

Die Linzer Mordermittler hoffen, dass der Kopf der Toten doch noch im Rechen des Donaukraftwerks Ybbs-Persenbeug auftaucht. Dass dann der Gerichtmediziner feststellen kann, ob Sandra erw√ľrgt, erdrosselt oder erschlagen worden ist. An ihrem verst√ľmmelten, verbrannten und versenkten Torso lie√ü sich keine Todesursache mehr feststellen.

Krone 8.2.2006

Gek√∂pfte Frauenleiche: Verbrennungsort in N√Ė<05>
Wahrscheinlich liegt der Verbrennungsort in einem Wald im Bezirk Krems-Land. Laut dem Pflichtverteidiger der Verd√§chtigen ist die Indizienkette sehr “l√∂chrig”.

Im Fall der verst√ľmmelten Frauenleiche von Sarmingstein in Ober√∂sterreich konnten die Ermittler eine Waldstelle in Krumau am Kamp im Bezirk Krems-Land in Nieder√∂sterreich ausfindig machen, an der die Leiche “h√∂chstwahrscheinlich” verbrannt worden ist. Das teilte der ober√∂sterreichische Sicherheitsdirektor Alois Li√ül am Donnerstag mit.
Die Brandstelle wurde am Mittwochabend ausfindig gemacht, konnte aber wegen der einsetzenden Dunkelheit erst am Donnerstag untersucht werden. Leichensp√ľrhunde waren im Einsatz. Der Verbrennungsort befindet sich in einem Wald. Die Verd√§chtige, f√ľr die die Unschuldsvermutung gilt, d√ľrfte am 15. J√§nner mit dem Auto dort hin gefahren sein. Die Leiche ihrer Tochter soll sie dann etwa hundert Meter in den Wald geschleift und dort angez√ľndet haben, vermuten die Ermittler. Ob dem Opfer dort auch Kopf und H√§nde abgetrennt worden sind, ist unklar.

Auf die richtige Spur kam die Polizei, weil der Arbeitgeber der Verdächtigen in der Nähe ein Ferienhaus besitzt, in dem die Frau auch gelegentlich sauber machte. Daher nahm man an, dass sie mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut war.
Die mordverd√§chtige Mutter befindet sich nach einem Nervenzusammenbruch in der Linzer Landesnervenklinik. √úber sie war am Freitag die Untersuchungshaft verh√§ngt worden. “Ihre Verfassung ist sehr schlecht, was angesichts der Schwere der Vorw√ľrfe nicht verwundert”, sagte ihr Pflichtverteidiger, der Linzer Rechtsanwalt Kurt Lichtl. Er bezeichnete die Indizienkette gegen seine Mandantin als “sehr l√∂chrig”.

N√ĖN online http://www.bvz.at/templates/print.asp?Text=194060

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‚ÄěBlut von Schnittwunde‚Äú

VERTEIDIGER / Romana Miny (42) hat seit der Vorwoche einen Pflichtverteidiger: Er bezeichnet die Indizienkette als löchrig und bietet alternative Tatversionen an.

BEZIRK KREMS / Sie spricht wieder: In der Vorwoche wurde die Mordverdächtige Romana Miny (42) stundenlang von Beamten des Landeskriminalamtes Oberösterreich vernommen. Dabei brach sie ihr Schweigen. Allerdings: Sie bestreitet jeden Zusammenhang mit der Tat.

‚ÄěIhre Antworten wirken sehr √ľberlegt‚Äú, hei√üt es seitens der Polizei. ‚ÄěDabei behauptet sie immer wieder, sie habe ihre Tochter am 9. J√§nner zum Bahnhof Krems gebracht und dann aus den Augen verloren.‚Äú Woher stammen dann die Blutspuren von Sandra im Wagen der Mutter? ‚ÄěVon einer Schnittwunde, die das M√§dchen beim Transport einer Gasflasche erlitten hat‚Äú, behauptet Romana Miny.

Allerdings wird sie durch weitere Indizien schwer belastet: So soll sie einen Tag nach der Tat ein Postfach f√ľr die Tochter er√∂ffnet haben, damit keine an Sandra gerichtete Post mehr ins Haus kam. Au√üerdem hat die mutma√üliche T√§terin neben zwei Benzinkanistern auch eine Plane und mehrere Spanngurte in einem Baumarkt gekauft. Sowohl Plane als auch Gurte sind verschwunden.

Mittlerweile hat die Beschuldigte einen Pflichtverteidiger: Anwalt Dr. Kurt Lichtl aus Linz bezeichnet die Indizienkette als l√∂chrig. Es sollten andere Tatversionen gepr√ľft werden.

N√ĖN 6.2.2006

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Sandra im Wald verbrannt Mutter schweigt weiterhin

Leiche in Nieder√∂sterreich verst√ľmmelt, Tatort unklar F√ľr den Verteidiger der Mutter ist Indizienkette l√∂chrig **** LINZ – Wie ein Puzzle versuchen die Linzer Kriminalisten den Mord an der 21-j√§hrigen Sandra M. aufzukl√§ren. Gestern kamen sie wieder einen Schritt weiter. “Mit h√∂chster Wahrscheinlichkeit wurde sie in einem Wald in Krumau am Kamp (Bez. Krems-Land) verbrannt”, sagt Sicherheitsdirektor Alois Li√ül. Nur 100 Meter von der Brandstelle entfernt liegt das Wochenendhaus des Arbeitgebers der Mutter. Mit Sicherheit ist es aber nicht der Tatort.

“Es ist schwierig mit der Mutter zu reden” Der Brandort ist ein weiteres Indiz, dass die Mutter der 21-J√§hrigen ihre Tochter ermordet haben k√∂nnte. Zu diesen Vorw√ľrfen schweigt sie. “√úber den Tod von Sandra ist es schwierig mit ihr zu reden”, sagt ihr Verteidiger Kurt Lichtl. Er sieht die Indizienkette eher l√∂chrig. Doch noch ist nicht einmal sicher, ob er die Frau beim Prozess wirklich verteidigt. Findet man den Tatort und liegt dieser nicht in Ober√∂sterreich wa

ndert das Verfahren- samt Verteidiger und Richter – etwa nach Krems. hs

“Neues Volksblatt” Nr. 28 vom 03.02.2006 Seite: 10

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Leiche ohne Kopf: Verbrennungsort tatsächlich im Kamptal gefunden

SARMINGSTEIN/KRUMAU/ KAMP. Wie exklusiv berichtet, liegt der vermutete Ort, wo Sandra Minys Leiche zu verbrennen versucht und zerst√ľckelt wurde, tats√§chlich im Kamptal: In einem Wald in Eisenberg in Krumau/Kamp wurde jetzt der Brandort entdeckt.

VON MARTIN ROHRHOFER UND ROBERT LOY

Der einsam gelegene Platz, wo gestern unter einer zehn Zentimeter dicken Schneedecke Brand- und Blutspuren sowie Kleidungsreste des 21-j√§hrigen Mordopfers gefunden wurden, f√ľgt sich auch nahtlos in die Indizienkette der Ermittler. Denn nur etwa 100 Meter von einem Haus entfernt, zu dem die mordverd√§chtige Mutter Romana Miny (42) ein Naheverh√§ltnis hat, hatten die Leichensp√ľrhunde angeschlagen. Die 42-J√§hrige kennt sich deshalb in den Gegend gut aus, weil das besagte Haus ihrer Arbeitgeberin, einer Spitals√§rztin aus Grafenegg, als Wochendhaus dient. Miny hatte nicht nur bei der Medizinerin als Kinderm√§dchen gearbeitet, sondern auch im Wochenendhaus in Eisenberg gelegentlich sauber gemacht.

Da sich die Verd√§chtige am 15. J√§nner nachweislich in Krumau am Kamp aufgehalten hatte, nehmen die Kriminalisten an, dass das auch das Datum war, an dem die verd√§chtige Frau ihre tote Tochter im Kofferraum ihres Ford Fiesta in die idyllische Gegend mit dem versteckten Wald gekarrt hat. Auch gibt es Fu√üspuren, die vom Waldrand zum Haus f√ľhren. Eine gefundene Schleifspur l√§sst den Schluss zu, dass Sandras M√∂rder die 70 Kilo schwere Leiche auf einer Plane rund 100 Meter weit in den Wald geschleift, dort mit Benzin √ľbergossen und angez√ľndet haben muss. Dass der Verbrennungsort auch gleichzeitig die Stelle war, an der Sandra gek√∂pft und ihr die H√§nde abgeschnitten wurden, ist wahrscheinlich, war aber gestern noch nicht restlos gekl√§rt. Die fehlenden Leichenteile konnten von den Suchtrupps vorerst nicht entdeckt werden.

Ort der Bluttat unbekannt

Fest steht f√ľr die Kriminalisten aber, dass der Brandort nicht der Tatort war. Wo es also sechs Tage vor der Leichenverbrennung zum Mord kam, ist nach wie vor unbekannt.

Anwalt zum Mord: “Indizienkette l√∂chrig”

Der als Pflichtverteidiger von Romana Miny bestellte Linzer Anwalt Kurt Lichtl sieht L√∂cher in der Indizienkette gegen seine Mandantin: “Es gibt gro√üe Fragezeichen und viele offene Fragen”, sagt Lichtl, “es passt nicht alles so lupenrein.” Minys Verantwortungskette sei in sich schl√ľssig. F√ľr den im Kofferraum gefundenen Blutstropfen gebe es eine logische Erkl√§rung: Sandra habe sich beim Reinheben einer Gasflasche gekratzt.

Nur 100 Meter neben dem Wochenendhaus der Arbeitgeberin von R. Miny sp√ľrten Leichensuchhunde die Brandstelle auf.

O√ĖN vom 03.02.2006 – Seite 027

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Geköpfte Leiche: Verbrennungsort gefunden

Im Fall der verst√ľmmelten Frauenleiche von Sarmingstein konnten die Ermittler eine Waldstelle in Krumau am Kamp in Nieder√∂sterreich ausfindig machen, an der die Leiche “h√∂chstwahrscheinlich” verbrannt wurde. Das teilte der ober√∂sterreichische Sicherheitsdirektor Alois Li√ül Donnerstagmittag der APA mit.

Leichensp√ľrhunde waren im Einsatz
Die Brandstelle wurde am Mittwochabend ausfindig gemacht, konnte aber wegen der einsetzenden Dunkelheit erst am Donnerstag untersucht werden. Leichensp√ľrhunde waren im Einsatz. Der Verbrennungsort befindet sich in einem Wald.

Leiche hundert Meter in Wald geschleift
Die Verd√§chtige, f√ľr die die Unschuldsvermutung gilt, d√ľrfte am 15. J√§nner mit dem Auto dorthin gefahren sein. Die Leiche ihrer Tochter soll sie dann etwa hundert Meter in den Wald geschleift und dort angez√ľndet haben, vermuten die Ermittler. Ob dem Opfer dort auch Kopf und H√§nde abgetrennt wurden, ist unklar.

Auf die richtige Spur kam die Polizei, weil der Arbeitgeber der Verdächtigen in der Nähe ein Ferienhaus besitzt, in dem die Frau auch gelegentlich sauber machte. Daher nahm man an, dass sie mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut war.

Mutter erlitt Nervenzusammenbruch
Die mordverd√§chtige Mutter befindet sich nach einem Nervenzusammenbruch in der Linzer Landesnervenklinik. √úber sie war am Freitag die Untersuchungshaft verh√§ngt worden. “Ihre Verfassung ist sehr schlecht, was angesichts der Schwere der Vorw√ľrfe nicht verwundert”, sagte ihr Pflichtverteidiger, der Linzer Rechtsanwalt Kurt Lichtl. Er bezeichnete die Indizienkette gegen seine Mandantin als “sehr l√∂chrig”.

Kopf und Hände mit Säge abgetrennt
Die Frau steht unter dem Verdacht, ihre Tochter ermordet zu haben. Anschließend soll sie versucht haben, die Leiche zu verbrennen, und Рals das nicht gelang РKopf und Hände mit einer Säge abgetrennt haben. Den Torso soll die Verdächtige in Oberösterreich bei Sarmingstein (Bezirk Perg) in die Donau geworfen haben. Dort wurde die Leiche am 16. Jänner von Straßenarbeitern im Wasser treibend entdeckt.

Identität war eine Woche ungeklärt
Eine ganze Woche lang blieb die Identit√§t des Opfers ungekl√§rt. Erst die auff√§lligen T√§towierungen der Toten brachten die Ermittler auf die richtige Spur. Bald darauf stand fest: Es handelt sich um eine 21-j√§hrige geb√ľrtige Salzburgerin, die in Hadersdorf (Bezirk Krems) in Nieder√∂sterreich lebte.

Die Ermittlungen konzentrierten sich von Anfang an auf das persönliche Umfeld der Ermordeten. Bald geriet die Mutter unter Verdacht. Sie soll zwei Mal eine Abgängigkeitsanzeige, die der Vater der Toten erstatten wollte, verhindert haben.

Mutter hatte Handy von “verreister” Tochter
Au√üerdem war sie im Besitz des Handys ihrer – angeblich verreisten – Tochter. Dar√ľber hinaus belasteten weitere Indizien die Frau: In ihrem Auto wurde das Blut ihrer Tochter gefunden, Tatwerkzeuge stammten nachweislich aus ihrem Besitz.

ORF Internet http://oesterreich.orf.at/ooe/stories/87000/

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